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Aktien - Die Umverteilung von unten nach oben!

Das wichtigste, was man über Aktien wissen muss, ist dass sie nicht in der Lage sind Geld zu vernichten. Nach jedem Aktiencrash, schwarzen Freitag oder Finanzkriese gibt es genausoviel Geld wie vorher. Der Unterschied ist lediglich wem das Geld gehört.

Die Aktie selbst, ist dabei der Anteil an einer Sache oder einem Unternehmen. Der Aktienpreis ergibt sich aber ausschließlich aus Angebot und Nachfrage, unabhängig vom eigentlichen Wert der Aktie. Das heißt, dass auch sehr wertvolle Aktien ihren Wert verlieren, wenn es niemanden gibt, der diese kaufen will aber andere, die Verkaufen wollen.
Das auf diese Weise "vernichtete" Geld, hat aber schon beim Kauf den Besitzer gewechselt.

Kurz: Des einen Verlust, ist des anderen Gewinn!

Dieser Vorgang betrifft sowohl steigende und fallende Aktienkurse gleichermaßen.
Bei steigenden Kursen gewinnt der, der billig kauft und teuer verkauft. Für diesen Kauf muss ein anderer aber mehr bezahlen als der Gewinner und wird damit zum Verlierer. Außer er findet jemanden der noch mehr für die Aktie bezahlt und so auch zum Gewinner wird.
Der entgültige Verlierer zeigt sich aber erst, wenn der Aktienkurs fällt und der Verlust sichtbar wird.
Natürlich gibt es auch den Fall, dass es nur Gewinner gibt. Dazu muss die Aktie aber immer weiter steigen und darf kein einziges Mal straucheln. Sie muss also real immer mindestens soviel Wert sein, wie sie gehandelt wird, darf nicht in Veruf kommen, durch Politik oder Medien und jedes Jahr mindestens 2% Wachstum haben. Sollte einer dieser Faktoren nicht stimmen, kommt es früher oder später zu einer Kurskorrektur nach unten.

Spekulation / Blasenbildung
Grundsätzlich ist die Preisbildung nach Angebot und Nachfrage sehr gut.
Wenn es weniger Verkäufer als Käufer gibt, steigt der Preis. Das Angebot wird erhöht und der Mangel bekämpft.
Gibt es dagegen mehr Verkäufer als Käufer sinkt der Preis. Solange sich das Geschäft noch für beide Seiten lohnt, profitieren vor allem die Käufer davon. Rechnet es sich aber nicht mehr, wird das Angebot, durch Entwertung reduziert und damit Ressourcen für andere Sachen frei.
Problematisch wird es wenn andere Faktoren hinzu kommen, die das Angebot oder die Nachfrage künstlich Verändern. Zum Beispiel bei zuwenig oder zuviel Geld auf einer der beiden Seiten!

  • Zuwenig Geld beim Angebot kann zu Verkäufen führen, die garnicht gewollt sind und das Angebot damit künstlich erhöhen.
  • Zuwenig Geld beim Käufer reduziert die Nachfrage obwohl sie vorhanden ist.
  • Zuviel Geld beim Verkäufer kann dazu führen, später zu Verkaufen (also das Angebot künstlich zu reduzieren), um eine Wertsteigerung abzuwarten.
  • Zuviel Geld bei der Nachfrage erhöht diese um ein Vielfaches und treibt den Preis in die Höhe. Es kommt zu einer "Blasenbildung" durch Spekulation.


Grundsätzlich bedeutet das:

  • Auch ein "gesundes" Wachstum ist sehr anfällig und kann manipuliert werden.
  • Jeder zusätzliche Kauf erhöht den Wert der Aktie weiter und bläht diese auf.
  • Es wird kein Geld vernichtet, wer rechtzeitig verkauft gewinnt durch den Verlust der anderen.


Wer verliert nun bei der Abwertung einer Aktie im Normalfall?

  • Die Aktienmehrheit (Stimmberechtigt)

Die Aktien verbleiben bei Ihrem Besitzer, um die Kontrolle über das Unternehmen zu halten (>50% in einem ausgewählten Personenkreis). Der Wert der Aktie ist dabei Irrelevant, da die Aktiengesellschaft weiter Handlungsfähig bleibt.

  • Großaktionäre

Haben meistens den richtigen "Riecher" bzw. Insiderwissen und kaufen daher meist vor der Aufwertung und verkaufen vor der Abwärtung. Meist wird die Auf- und Abwertung gerade durch Ihr Handeln ausgelöst oder verstärkt. Da die große Menge an Aktien das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stört.

  • Die Aktiengesellschaft

Ihr kann der Kurs (bis auf wenige Ausnahmen) egal sein. Einen guten Ruf (Aktienkurs) benötigen sie nur, wenn sie weitere Aktien ausgeben wollen, um Ihr Kapital zu erhöhen.

  • Kleinaktionäre/Mitschwimmer

Sie versuchen auf der Welle mitzuschwimmen und ebenfalls etwas vom Kuchen abzubekommen. Dabei werden sie aber erst nach den ersten Aufwertungen auf eine Aktie aufmerksam und Kaufen daher fast immer über Wert. Die folgende Abwertung geht wesentlich schneller als die Aufwertung, was es schwer macht, auf der Gewinnerseite zu landen.